Soziales Kapital

Die Art und Weise, wie Leistungen erbracht werden, gleicht sich bei Nonprofit-Organisationen aufgrund von Qualitätsrichtlinien aneinander an.
Was die Einrichtungen zukünftig voneinander unterscheiden wird, ist der Grad der Einbindung in das soziale Umfeld und in die hier vorhandenen Netzwerke. „Social embeddedness“ wird zum wichtigen Wettbewerbskriterium und Markenzeichen einer Nonprofit-Organisation.

Wer über soziales Kapital in Form von Netzwerken verfügt, kann durch Beteiligung die Qualität des eigenen Leistungsangebots verbessern. Eine Vielzahl an grenzüberschreitenden Kontakten in andere Communities hinein verschafft der einzelnen Organisation und ihren Nutzern mehr Handlungsmöglichkeiten und Zugriff auf einen größeren und vielfältigeren Ressourcen-Pool.

Durch soziales Kapital wird auch die lokale Handlungsfähigkeit gemeinnütziger Organisationen gestärkt bzw. die Position der örtlichen Zivilgesellschaft gegenüber Markt und Staat. Nonprofits sind als ‚Vernetzer‘ auf lokaler Ebene dringend gefragt. Welche Netzwerke sollten gemeinnützige Organisationen aufbauen? Wissens- und Kommunikationsnetzwerke, Partizipationsnetzwerke, Koproduktionsnetzwerke, Ressourcennetzwerke und räumliche Netzwerke über verschiedene Ebenen. Mehr zum Thema siehe hier.

Die Austauschbeziehungen mit den Stakeholdern müssen durch eine Machtbalance gekennzeichnet sein. Wer soziales Kapital hierarchisch steuern will, wird langfristig Ressourcen- und Effektivitätsverluste erleiden.

Fragen Sie sich selbst:

  • Über welche Netzwerke verfügt Ihre Organisation?
  • Reichen diese Netzwerke in andere Fachbereiche und Communities hinein?
  • Nutzen Sie Ihr soziales Kapital effektiv für das Co-Design und die Koproduktion von Leistungen sowie für Innovationen?
  • Welche gestalterische Rolle spielt Ihre Organisation derzeit auf lokaler Ebene und welche könnte sie spielen, wenn sie ihr soziales Kapital besser nutzen würde?