Mein Profil

Ich bin promovierte Diplom-Verwaltungswissenschaftlerin und beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit der Nonprofit-Forschung in Deutschland und den angelsächsischen Ländern. Mein besonderes Interesse gilt der Frage, wie Nonprofit-Organisationen im Bereich sozialer Dienste besser mit ihrer Umwelt kooperieren können.

Das Verhältnis zwischen freien Trägern und der öffentlichen Hand habe ich im Rahmen eines DFG-Forschungsprojektes an der Universität Konstanz unter der Leitung von Prof. Thomas Ellwein empirisch am Beispiel von zwei deutschen Großstädten untersucht.

Praktische Erfahrungen mit dem Thema konnte ich im baden-württembergischen Sozialministerium und durch meine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit im kommunalpolitischen, kirchlichen und stadtteilbezogenen Engagement sammeln.
Von 1989-1994 war ich Stadträtin in Konstanz und Mitglied in den Ausschüssen für Soziales, Jugendhilfe und für das örtliche Krankenhaus und die Pflegeheime.

Seit 2007 bin ich als Beraterin für Nonprofits tätig und als Vortragende, Keynote-Speakerin und Autorin von Fachpublikationen aktiv.  Einen Überblick über meine Vortragstätigkeit bei gemeinnützigen Organisationen und über meine veröffentlichten Aufsätze finden Sie unter Publikationen und Vorträge.

Eine wichtige Plattform ist für mich und andere seit 2007 mein Weblog Nonprofits-vernetzt, in dem ich Themen rund um den Dritten Sektor (wie Vernetzung, Partizipation und Digitalisierung) aufgreife. Seit vielen Jahren kooperiere ich in diesem Rahmen mit anderen Blogger/innen, die ebenfalls auf den gemeinnützigen Bereich spezialisiert sind. So entstand 2009 die Nonprofit-Blogparade, bei der Blogger/innen in nunmehr schon dreißig Blogparaden-Runden (Stand 2017) Fragestellungen zum Dritten Sektor gemeinsam diskutierten.

In Stuttgart bin ich ehrenamtlich als Vernetzerin über Themen-, Sektoren- und Bezirksgrenzen hinweg sehr aktiv. Ich gehöre zu den Mit-Gründern der Socialbar Stuttgart, die 2011 den Stuttgarter Bürgerpreis für Innovation gewann.  Der Socialbar geht es darum, die Internet- und Innovationsszene mit den traditionellen gemeinnützigen Organisationen und bürgerschaftlich Engagierten zu vernetzen. Mit vierzehn organisierten Socialbars haben wir die lokale Diskussion in Stuttgart über viele Jahre bereichert.

In meinem Stuttgarter Stadtteil Möhringen  bin ich seit 2009 ehrenamtlich im mobilen Generationenhaus Möhringen tätig, das kein Haus aus Stein ist, sondern ein Netzwerk, das bis 2016 auf die Förderung generationenübergreifender Kontakte abzielte. Seit 2017 haben wir unseren inhaltlichen Schwerpunkt erweitert und setzen nun unter dem Motto „Möhringen für alle“ auf einen inklusiven und integrativen Ansatz, der alle Stadtbezirksbewohner/innen einbezieht.  Anfang 2013 initiierte ich hier auch ein Netzwerk für Bürger frisch im Ruhestand, das sich dann zum „Netzwerk Neue Nachbarschaften in Möhringen und Umgebung“ weiterentwickelte, das derzeit aber ruht.

Um als ehrenamtliche Vernetzerin im Quartier von anderen zu lernen, die in der Stadtteilvernetzung aktiv sind, initiierte ich im Juni 2013 gemeinsam mit anderen Aktiven aus gemeinnützigen und städtischen Einrichtungen die Initiative Stadtteilvernetzer Stuttgart, der zwischenzeitlich über 160 Personen angehören. Wir bieten ein Forum für alle, die in der Stuttgarter Quartiersvernetzung tätig sind, – ob als bürgerschaftlicher, gemeinnütziger, städtischer oder gewerblicher Akteur. Wir sind fach-, sektoren- und bezirksübergreifend aufgestellt und sind ein Forum für den wechselseitigen Wissenstransfer und das gemeinsame Lernen. Seit Herbst 2016 arbeiten wir an einem „Werkzeugkoffer für Netzwerk-Initiativen“ im Quartier, der im Herbst 2018 veröffentlicht werden soll. Er enthält Wissen aus der Praxis für die Praxis und möchte eine Handreichung für Gruppen und Initiativen im Stadtteil sein, die neue Beziehungen und Nachbarschaften in ihrem sozialräumlichen Umfeld aufbauen wollen. Auch im Quartier und in der Nachbarschaftsvernetzung spielt die Digitalisierung eine immer größere Rolle, die wir deshalb auch als Thema auf unserer Agenda haben.